Reifenwahl



Moto-Cross, Enduro: Reifen sorgen für den Kontakt zur Stecke, deshalb solltest Du Deine Reifen richtig aussuchen. Im Folgenden wird das Grundprinzip der Reifen beschrieben:

Bemaßung: Z.B. 120/90-19 bedeutet
- die erste Zahl steht für die Breite in mm, hier 120mm
- die zweite Zahl drückt das Verhältnis der Flankenhöhe zur Breite des Reifens aus, hier 90% von 120mm = 108mm
- die dritte Zahl gibt den Felgendurchmesser in Zoll an, hier also 19“


Beim Felgendurchmesser kannst Du nicht zwischen verschiedenen Größen wählen. Ein 18“ Reifen paßt z.B. nicht auf eine 19“ Felge.
Auf diesem Bild kannst Du den gleichen Reifen in 18“ (links) und 19“ (rechts) sehen. Der Außendurchmesser der Reifen ist gleich, lediglich das „Loch“ für die 19“-Felge ist größer.
19“ Reifen werden hauptsächlich im Moto-Cross verwendet, da diese durch weniger Gummi etwas leichter sind (ungefederte Masse). 18“ verwendet man im Enduro, da durch die höhere Flanke etwas mehr Durchschlagsicherheit gegeben ist. D.h. 18“ ist sicherer gegen Platten.
Ältere Moto-Cross-Motorräder können auch noch 18“-Hinterradfelgen haben.
Vorne fahren 99% aller Crosser und Sportenduros mit 21“. (Bis auf ein paar Honda´s)
Die Qual der Wahl beginnt bei der Breite der Reifen. Hier gibt es meistens 100, 110 oder 120mm. Grundsätzlich gilt:
- 125 2T / 250 4T – 100mm oder 110mm
- alles darüber 110mm oder 120mm
Auf dem Bild siehst Du links einen 110er und rechts einen 100er Reifen. Die 10mm Breitenunterschied sind optisch kaum zu erkennen, wirken sich aber beim Fahren aus.
Der schmälere Reifen driftet leichter, dreht aber beim Beschleunigen auch leichter durch.
Was Dir besser liegt, probierst Du am besten selbst aus.
Am wichtigsten ist das richtige Profil. Auf dem Bild sind die drei Grundtypen nebeneinander aufgestellt. Links Schlamm/Sand, Mitte Mischboden, Rechts Hartboden.

Schlamm & Sand (links):
- lange Stollen für tiefen Grip
- die Stollen sind schmal, damit sie sich tief in den Boden drücken
- der Abstand der Stollen ist weit, damit sich der Reifen nicht mit Dreck zuhängt, sondern frei für den nächsten „Biß“ in den Boden bleibt

Hartboden (rechts):
- kürzere Stollen, damit diese nicht umbiegen
- breitere Stollen, um zu verhindern, daß sie nicht leicht ausgerissen werden
- mehr Stollen, für mehr Oberfläche auf dem Boden und damit mehr Grip

Mischboden (mitte):
- im Prinzip die goldene Mitte aus den beiden vorher genannten
- nie völlig falsch, aber auch nie ganz richtig
Und hier die passenden Vorderreifen dazu. Natürlich auch hier das gleiche Prinzip.
„Welcher Reifen ist nun der richtige für mich?“ – Das mußt Du für Dich heraus finden.
Bist Du Einsteiger, fährst auf unterschiedlichen Böden und willst nicht ständig wechseln, dann bist Du mit dem Mischbodenreifen gut bedient.

Über die hier gezeigten Prinzipien gibt es noch extremere Varianten, die aber für den Enduro- und Crosseinsteiger uninteressant sind.
Bei Endurowettbewerben des DMSB oder der FIM müssen die Reifen dem Reglement entsprechen. Informiere Dich vorher.


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